Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60

Nachdem wir in der vergangenen Woche im Lausitzer Seenland waren und uns die Tagebaufolgelandschaften aber auch noch aktive Fördertechnik angesehen hatten, sind Yannick und ich am Sonntag zum Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60 aufgebrochen.

Bereits 2011 waren wir nach einem Urlaub im Spreewald für einen kurzen Abstecher hier, doch hatten wir uns damals das Ding nur aus respektvoller Entfernung angesehen und die Gelegenheit genutzt, das Ganze Thema in einem Earthcache (Braunkohle im Lausitzer Revier) zu verarbeiten.

Diesmal wollten wir die große Führung über die Förderbrücke mitmachen. 502 m ist dieser Stahlkoloss lang und am Ende steht man auf einer Aussichtsplattform auf 74 m Höhe … beeindruckend. Besonders, wenn man bedenkt, dass dieses Gerät (übrigens die größte bewegliche Maschine der Welt, konstruiert und gebaut in der DDR) nur dazu gedacht war bzw. ja auch noch aktiv ist, den Abraum über den interessanten Kohleflözen wegzutransportieren.

Wir starteten mit dem Gästeführer auf der Seite der Eimerkettenbagger, die den Abraum auf die Förderbrücke laden und folgten dem Weg des Abraums über Abbaubereich bis hinüber zur Kippenseite. Dabei erfuhren wir allerhand Details zur Maschine und zur Arbeit hier im Tagebau.

An der höchsten Stelle angekommen, einer extra aufgebauten Aussichtsplattform, konnten wir dann über das Land blicken. Bei etwas besserem Wetter wären auch die Kraftwerke in Jänschwalde, Boxberg oder Schwarze Pumpe zu sehen gewesen, heute aber nicht, da ein Regenschauer vom nächsten abgelöst wurde.

So ging es dann auf der anderen Seite des Förderbandes wieder zurück zur Baggerseite, bevor dann auch noch das Gewitter aufzog und wir einen trockenen Unterstand suchen mussten. Wer also mal in die Nähe kommt, kann gern vorbeischauen und für 2 € einfach nur aufs Gelände gehen oder für 9,50 € die rund 90-minütige Führung mitmachen. Der Earthcache ist in beiden Fällen lösbar 😉

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